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1.2. Spezifikation von En- und DecoderIn der Spezifikation der MPEG-1-Audiolayers gibt es einen großen Unterschied zwischen Decoder und Encoder. Die MPEG versuchte, möglichst wenig normative Elemente in den Standard zu bringen. So wird bei der Audiokompression nur der Decoder und der Aufbau einer Datei eindeutig spezifiziert.Der EncoderDer Encoder ist nicht standardisiert. Es existiert lediglich eine Beispielimplementation, die allerdings aus den Anfängen des Standards stammt. Die darin verwendeten Daten und Verfahren sind deshalb noch nicht optimal. Der Bau eines Encoders bleibt somit völlig dem Implementierer überlassen, weshalb hier noch Raum für weitere Entwicklungen ist.Einen wirklich effektiven Encoder zu bauen ist allerdings sehr aufwendig. Man benötigt dazu viele Messdaten von Testhörern um auf einer möglichst breiten Palette von Audiosignalen gute Qualität zu erzielen. So ist die Zahl der unabhängig entwickelten Encoder sehr klein. Das Fraunhofer Institut für Integrierte Schaltungen (IIS), das maßgeblich an der Entwicklung des MPEG-Standards beteiligt war, hat den berühmtesten Encoder entwickelt. Daneben gibt es noch einen Encoder der Firma Xing und verschiedene, aus der ISO-Beispielimplementation abgeleitete, wie z.B. bladeenc, Lame oder gogo. Der DecoderIn der ISO-Spezifikation für MPEG Layer 3 wird auch der Decoder nicht bis in die Implementierung hinein beschrieben. Es wird dagegen eine allgemeine Vorgehensweise vorgestellt, nach der man den Decoder auf verschiedenen Systemarchitekturen (z.B. Fließkomma- und Festkommarechnern) implementieren kann. Zur Überprüfung, ob ein Decoder das leistet, was er soll, dient ein Beispieldecoder in der ISO-Norm, mit dem die Ausgabe des entworfenen Decoders verglichen werden kann ([KB]).1.3. Erfolg von MPEG Layer 3Professionelle AnwendungenNoch bevor um 1998 MPEG Layer 3 vom Endanwender entdeckt wurde, gab es bereits viele industrielle Produkte, die auf MPEG basierten: Digital Audio Broadcasting (DAB), insbesondere z.B. das WorldSpace-Satellitensystem zur Radioübertragung, genauso wie die Audiodatenübermittlung per ISDN-Leitung für Videokonferenzen oder Digital Video Broadcasting (DVB) setzen auf MPEG Layer 3 auf.Erfolg beim EndanwenderSchließlich wurde auch der Endanwender auf MPEG Layer 3 aufmerksam. Unterstützende Faktoren hierfür waren z.B.
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